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Marit Lyckander
Die von der norwegischen Bildhauerin Marit Lyckander behauenen Steinskulpturen bieten dem Besucher und Kunstfreund das größtmögliche persönliche Erleben mit dem Material. Die 1954 in Oslo geborene Bildhauerin gehört zu jenen Bildhauerinnen, die die Qualität der Norwegischen Bildhauerei vertreten. Diese manifestiert sich in dem besonderen Zugang zum harten Material des Granit, der Zeitlosigkeit, Ruhe und Stabilität vermittelt
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Seit Mitte der 90er Jahre formuliert Lyckander Innenräume im Stein, die vorzugsweise körperhafte Ausmaße und Umrisse erhalten. Die Künstlerin macht den Stein für den Betrachter begehbar, erfühlbar. Mit Hilfe der Diamantsäge und Hammer und Meißel gelingt es Marit Lyckander die Umrisse von Händen zu gestalten. In einer zweiten Werkphase bearbeitet sie die körperhaften Einbuchtungen, indem sie die Flächen poliert und glättet.
Der Betrachter erlebt anhand, vielmehr innerhalb der Granitblöcke die unterschiedlichen Erfahrungen zwischen Innen und Außen. Innerhalb des Stein erlebt man einen Raum, der gleichsam zur zweiten Haut wird. Der Kunstfreund hat die Möglichkeit, die Geschichte des Steins mitsamt seinen Versteinerungen in diesem Innenraum zu ertasten. In einem zweiten Schritt ergründet er die eigenen Körperformen seiner Hände, und über deren Erkenntnis die eigene Geschichte und Persönlichkeit.
Lyckanders Steinöffnungen bieten dem Besucher das hautnahe Erleben, Teil der Natur zu werden. Die Künstlerin vermittelt dem Betrachter mit ihren Handöffnungen eine subjektive, sehr intime Erfahrung über sich und den Stein.
Marit Lyckander ist außerordentlich symposionserfahren und hat zahlreiche internationale Ausstellungsprojekte. 
| 1954 |
geboren in Oslo |
| 1973 - 1977 |
Statens Handverks-og Kunstindustriskole, Oslo |
| 1977 - 1982 |
Statens Kunstakademi, Oslo |
| seither |
zahlreiche Preise, Ehrungen und Lehraufträge |
Lebt und arbeitet in Skjerberg, Norwegen.
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