Joachim Lambrecht Lambrecht entwickelt seit den späten 80er Jahren seine Keramiken mehr und mehr zu einem ästhetischen skulpturalen Erlebnis. Seine Keramiken, außen matt-schwarz, innen glasiert, wirken wie Hülsenfrüchte oder Samenkapseln. Die sequenzartige Wiederholung der Rippenform ist für ihn das bildhauerische und meditative Element. Lambrecht verwendet zur Herstellung seiner Keramiken das Raku-Verfahren, das im Zusammenhang mit den Zen-Buddhismus und der Tee-Zeremonie in Japan steht. „Raku“ bedeutet „Wohlgefühl“, „Glück“ und wurde im 16. Jahrhundert als Siegelinschrift dem Töpfer Choijros verliehen.
Seit den 70er Jahren im 20. Jahrhundert fasziniert zunehmend auch europäische Keramiker die natürliche Einfachheit, zu der diese Keramik zwingt. Die Raku-Ware wird bei 950 Grad vorgebrannt. Mit glühenden Zangen werden die Gefäße dem Ofen entnommen, mit Sägemehl bedeckt und unter Luftabschluß geräuchert. Jedes Stück erhält durch die Vielzahl „zufälliger“ Einflüsse eine individuelle Ausdrucks-kraft und ist einmalig.
1958
in Heilbronn geboren
1980
Ausbildung als Keramiker
1984 - 1990
Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Bildhauerei bei Herbert Baumann
1990 - 1992
Aufbaustudium bei Inge Mahn
seit 1995
verstärkt keramische Arbeiten; zahlreiche Preise und Ausstellungen