GalerieHaus 42 | Galerie für moderne Kunst in Gerlingen, Leonberg, Stuttgart, Dr. Andrea Wolter-Abele



GalerieHaus 42 | Galerie für moderne Kunst in Gerlingen, Leonberg, Stuttgart, Dr. Andrea Wolter-Abele Max Schmitz
Für Max Schmitz war sein richtungsweisendster Akademielehrer Rudolf Hoflehner, deren figürliche Abstraktionen ihn zur Auseinandersetzung mit der ideellen und konstruktiven Beziehung von Raum und Masse anregten. Schmitz´ gesamtes Werk ist Ausdruck für ein neues Raum-Zeit-Volumen-Verständnis.


Ausgehend von der Existenz von gasförmigen, flüssigen und festen Formen in der Natur entwickelt er diesen entsprechend Raum umschließende, Raum teilende und Raum einschließende Formen in der Bildhauerei.
Ausgehend auch von der Überlegung, dass sich die Stofflichkeiten in der Natur von einem Status in einen anderen verändern, entwickelt Max Schmitz die einzelnen Elemente aus dem gleichen Volumen. Wie wir bei der „Trais“ von 1988 aus Cor-ten-stahl beobachten, hat die feste, Raum einschließende Form unten das gleiche Volumen wie die flüssige, Raum teilende Fläche. Hierbei interessiert ihn auch die vierte Dimension, die Verwobenheit von Raum und Zeit. Wenn wir als Besucher um die Plastik herumgehen, erleben wir von verschiedenen Blickwinkeln heraus jeweils eine offene, sich ausdehnende oder eine geschlossene Form, die sich scheinbar zu einem Fluchtpunkt in der Tiefe orientiert, wodurch die Plastik obgleich ihrer Materialität dynamisch und energetisch wirkt. Schmitz selbst meint zur Gestaltung seiner Figurationen, dass ein „massiver Stahlblock sich grundsätzlich nicht von dem entsprechenden Volumen Luftraum unterscheidet“. Lediglich ihre Dichte und Wirkung unterscheiden sich so, wie ein tiefer und ein hoher Ton durch die Anzahl der Schwingungen unterschieden sind. Der Betrachter erlebt hier die natürlichen Vorgänge des Werdens und Vergehens in endloser Folge ins Universum.

Anfang der 70er Jahre entwickelte Schmitz die Koordinatoren. Koordinaten sind jene Zahlen, durch die geometrische Gebilde im Raum festgelegt werden, in seinem Fall Menschen und Köpfe. Seine Werke gliedern sich in die Koordinate der horizontalen Seh- und Sprechebene oder Armebene als die aktiven Parts und der vertikalen Gehör- und Nasen oder Beinebene. In der kleineren Plastik „Zum Gehen braucht man doch den Kopf, Monsieur Rodin“ bezieht Schmitz sich auf den Ausspruch von Rodin, der meinte, zum Laufen braucht man nur Arme und Beine, nicht den Kopf. Schmitz´Plastik belehrt uns eines Besseren. GalerieHaus 42 | Galerie für moderne Kunst in Gerlingen, Leonberg, Stuttgart, Dr. Andrea Wolter-Abele

1936 geboren in Oberhausen
1957 - 1959 Studium der Ägyptologie, Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität München
1959 - 1962 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Fritz Klemm und Prof. Hans Kindermann
1963 Freier Mitarbeiter bei Wilhelm Loth, Karlsruhe
1963 - 1965 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Rudolf Hoflehner
1965 - 1967 Assistent von Rudolf Hoflehnereit
seit 1973 Mitglied des Deutschen Künstlerbundes
seit 1975 Mitglied des Künstlerbund Baden-Württemberg
seit 1984 Mitglied der Künstlervereinigung "Konstruktive Tendenzen"

Max Schmitz lebt und arbeit in Leonberg-Warmbronn und Teneriffa.


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