Thomas Putze Putze gestaltete 2004 ein Bärenensemble aus verschiedenen Holzarten. Inmitten dieser Gruppe erlebt der Betrachter das Spannungsverhältnis zwischen der Bedeutung des Bären, seiner Wildheit und Gefährlichkeit, des Härtegrades des Holzes und der transponierten Bedeutung als Kuschelbär mit dem Knopf im Ohr, als Sahnebären oder jetzt aktuell als tollpatschigen Bär in Bärenbrüder.
Selbst der in seiner Inhaltlichkeit so gefährliche und furchterregende Gorillabär auf dem Hochhaus erscheint nicht allein durch die himmelblaue Farbe als Kuschelbär. In der Tat streicht der Besucher gern den Bären über den Kopf oder das Fell, obgleich man nur ein Stück Holz streichelt. Als Blickfang steht die imposante „Figur mit Fisch“ aus Pappel, eine herkulisch-witzige Gestalt. Allein der Badeanzug verstärkt den hintergründigen Witz, der kulminiert in dem zu klein gestalteten Kopf ohne sichtbares Hirn und der überdimensionierten Fischkeule..
1968
geboren in Augsburg
1985 -1987
Lehre als Landschaftsgärtner
1990 - 1991
Aufenthalt in Guatemala. Projekt im Wiederaufbau von Bergdörfern
1991 - 1993
Theologiestudium in Wuppertal
1995 - 1998
Freiberufliche Tätigkeit, Graffiti, Cartoons, Musik
1997
Studium der Malerei an der Freien Kunstschule Stuttgart
1998 - 2003
Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Pokorny und Prof. Micha Ullman