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Josef Bücheler
Anfang der 80er Jahre reiste er als künstlerischer Leiter des Entwicklungsprojektes Shanti-Dipshika nach Bangladesh, was nicht nur Büchelers künftige Materialität, sondern auch seine künstlerische Überzeugung nachträglich beeinflusste. In Bangladesh arbeitete er mit seinen Studenten mit den Materialien, die sie auf der Straße vorfanden: Papier, Erde, Lehm, Dreck.
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Zurück in Deutschland arbeitete Bücheler bewusst mit Materialien, die er auch hier auf der Straße vorfand: Papier, Zeitungspapier, Weiden, Lehm, Erde und Asche. Zur Herstellung seiner Objekte verleimt Bücheler bis zu zehn Schichten Zeitungspapier, kaschiert sie mit Jute und umspannt mit Hilfe von PVC-Seilen Eschenstämme oder Weiden. Die Objekte werden in einer künstlerischen Aktion mit Graphit, Erde und Asche beworfen, worudch Farbakzente, Texturen und Modulierungen gewonnen werden. Büchelers Erfahrungen nach sind seine Objekte in freier Natur etwa zehn Jahre beständig.
Die Zeichnungen von Josef Bücheler verlassen ihre Zweidimensionalität und eröffnen verschachtelte Raumtiefen. Der Künstler drückt beim Zeichnen generell derart auf das Papier, dass dieses reisst und Schnitte aufweist. Für die Zeichnungen legt Bücheler zwei oder drei Bütten hintereinander, zeichnet, reisst sie ein und holt die Vertiefungen in raumchoreografischer Weise wieder an die Oberfläche. 
| 1936 |
geboren in Wiesbaden |
| 1951 - 54 |
Lehre als Tapezierer und Polsterer |
| 1957 - 59 |
Lehre als Kunstglaser und Glasmaler |
| 1959 - 62 |
Novizität in der Benediktiner Abtei St. Matthias in Trier |
| 1965 |
Wohnsitz in Rottweil |
| Seit 1974 |
Werklehrer an der Maximilian-Kolbe-Schule, Rottweil |
1979 - 80 und
1981 - 82 |
Aufenthalte als Bildhauer und Lehrer im Entwicklungsprojekt Shanti-Disphika, Bangladesh |
| 1986 |
Projektpreis Zeichnung und Zeichenprozesse, Freiburg |
| 1990 |
Projektpreis Installation mit Reinhard Kissinger, Breisach |
| 1996 |
Erich-Heckel,-Preis des Künstlerbundes BaWü |
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